Flyer
27.11.10-> Keine Ausweitung der Außengastronomie
30.04.11-> Lärmschutzgutachten
18.05.11-> Schallschutzschirme
Planentwürfe
14.05.11-> Außengastronomie Susannnenstraße
30.05.11-> Präsentation Planentwurf Schanzenstraße
27.11.10-> Keine Ausweitung der Außengastronomie
30.04.11-> Lärmschutzgutachten
18.05.11-> Schallschutzschirme
14.05.11-> Außengastronomie Susannnenstraße
30.05.11-> Präsentation Planentwurf Schanzenstraße
Pressemitteilung vom 21.1.2010
Für den April diesen Jahres ist die Ausweitung der Aussengastronomie in der Susannenstraße im Hamburger Schanzenviertel geplant. Die Fläche für die Aussengastronomie wird sich dadurch nahezu verdreifachen. Betroffene Anwohner organisieren sich zum Widerstand.
Das Hamburger Schanzenviertel hat sich in den letzten Jahren von einem lebendigen Wohnviertel in eine touristische Gastro- und Amüsiermeile verwandelt. Schon heute sind die Beeinträchtigungen für die Anwohner der Susannenstraße und den angrenzenden Straßen durch Lärm, Müll, Wildpinkler, Glasscherben und überwiegend jugendliche Betrunkene erheblich.
In der Vergangenheit kam es bereits zu tätlichen Angriffen gegenüber sich beschwerenden Anwohnern. Der bezirkliche Ordnungsdienst hat nach eigener Aussage zu wenige Ordnungskräfte zur Verfügung, um Beschwerden der Anwohner zu verfolgen. Die Wache Lerchenstraße sieht sich ebenso nicht mehr in der Lage, gegen grölende und randalierende Kneipengänger vorzugehen.
Unter offenbar völliger Verkennung der bisherigen Lage beschloss die Bezirksversammlung mit der Mehrheit der Fraktionen der CDU und der GAL 25.9.2008 gegen den Willen der Anwohner der Susannenstraße die Verlagerung der dortigen Außengastronomie in die so genannten Parktaschen, die auf Kosten der Gastronomen auf Höhe der Bürgersteige aufgepflastert werden sollen. (Drucksache XVIII-092NF)
Als Konsequenz dieser Maßnahme verdreifacht sich die Außengastronomiefläche von derzeit 141,5 m² auf dann 407,5 m² unter Verlust von 30 Parkplätzen. Die Planung sieht vor, die unweigerlich steigende Lärmimmission durch (farblich einheitliche) Sonnenschirme zu begrenzen.
Dieses Projekt wird offenbar mit € 70.000 Steuermitteln aus dem Sanierungstopf der BSU für “Lückenschließungen und Wohnumfeldverbesserungsmaßnahmen” unterstützt. So wurde es jedenfalls in der Regionalausschusssitzung vom 11.5.2009 vom Vertreter der Verwaltung dargestellt. In der Sitzung am 11.1.2010 war derselbe Vertreter des Amtes zu diesem Punkt nicht auskunftsfähig.
Ein Antrag der SPD im Regionalausschuss Schanzenviertel vom 11. Januar diesen Jahres, den Beschluss der Bezirksversammlung für die Dauer eines Jahres auszusetzen, wurde GAL und CDU abgelehnt. Die SPD wird voraussichtlich auf der Bezirksversammlung Altona am 28.1.10 zum Schutz der Anwohner den Antrags stellen, die Öffnungszeiten der Außengastronomie in der Woche auf 21:30 Uhr zu beschränken.
Anwohner der Susannenstraße und dem umliegenden Schanzenviertel leisten entschlossenen Widerstand gegen diese Planungen und Beschlüsse der Bezirksversammlung Altona und haben sich in der “Anwohnerini-Schanzenviertel” (www.anwohnerini-schanzenviertel.de) zusammengeschlossen. Die Initiative informiert und mobilisiert die betroffenen Anwohner und wird das anwohnerfeindliche Vorhaben des Bezirks mit kreativen Aktionen wie z.B. auf der Recht-auf-Stadt-Parade über das Schanzenviertel hinaus bekannt machen.
Pressekontakt:
info@anwohnerini-schanzenviertel.de
Website:
www.anwohnerini-schanzenviertel.de
Unser Aktuelles Flugblatt vom 3.12.09 als
-> PDF zum Download
Am 28. Oktober 09 versammelten sich 15 Menschen im Jesuscenter Schulterblatt zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Aussengastronomie in der Susannenstraße. Neben direkten Anwohnern der Susannenstraße kamen auch Betroffene aus der näheren Umgebung.
Ausgehend von einer Erörterung der aktuellen Missstände wie Lärmbelästigung und Verschmutzung und der damit einhergehenden Ignoranz der verantwortlichen Behorden wurde auch von wohnlichen Mängeln, Leerstand, sowie der zunehmenden Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen berichtet.
Die Zustände in der Susannenstraße wurden von allen Beteiligten als Teil der Umwandlung des Schanzenviertels in eine Party- und Amüsiermeile nach Muster des Schulterblattplatzes gesehen. Es wurden erste Ideen zu moglichen Gegenstrategien gesammelt, die unter anderem Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung mit anderen Initiativen im Viertel beinhalteten.
Am 21. April 2009 fanden sich rund 100 AnwohnerInnen beim öffentlichen Treffen des Regionalausschusses Schanzenviertel ein, um ihren Unmut über die Erweiterung der Außengastronomie in der Susannenstraße kundzutun. Schätzungen zufolge würden durch die Umwandlung der sogenannten “Parktaschen” in Gastronomieflächen etwa 300 zusätzliche Sitzplätze für die ansässigen Restaurants und Kneipen entstehen.
GAL und CDU, verantwortlich für diesen Beschluss der Bezirksversammlung, beteuerten, daß dadurch die Situation auf den Gehwegen “entzerrt” würde. Von Seiten der Anwohner wurde die Naivität dieser Begründung scharf kritisiert, da die Situation am Schulterblatt deutlich zeige, daß jeder freie Gehweg-Zentimeter für die Aussengastronomie besetzt, und die täglichen Ordnungsverstöße der Gastronomen in keiner Weise kontrolliert oder gar geahndet würden. Im Gegenteil: Man belohne die Gastronomen noch, indem man ihnen zusätzlich Flächen zur Verfügung stelle.
Auf die abschließende Frage, was denn die Verantwortlichen von GAL und CDU angesichts der Proteste der Anwohner unternehmen, ob sie gar einen Antrag an die Bezirksversammlung auf Aufhebung des Beschusses stellen würden, schwiegen GAL und CDU und blickten betreten auf den Boden. Immerhin wurde von der SPD ein solcher Antrag an die Bezirksversammlung gestellt. Darüber wird am Donnerstag, dem 23. April ab 18.00 Uhr in der öffentlichen Sitzung der Bezirksversammlung entschieden (Thedestr. 100 in Altona Nord).